KLASSISCHE
HOMÖOPATHIE & ERGÄNZENDE NATURHEILVERFAHREN
(PRIVATPATIENTEN
+ SELBSTZAHLER)
Um der Komplexität
von Krankheitsprozessen besser gerecht zu werden, und schnellere Heilerfolge
erzielen zu können, nutzen wir in unserer Praxisgemeinschaft
homöopathische, manuelle und psychotherapeutische Heilverfahren
oft gleichzeitig aufeinander abgestimmt.
Aus der Vielfalt
der homöopathischen Schulen haben wir uns für die klassische
Homöopathie entschieden, weswegen im Folgenden dieses Verfahren
erläutert wird.
Die klassische Homöopathie:
Ein erfahrener
Experte kann auf scheinbar geheimnisvolle Weise den Gesamtzusammenhang
Ihrer Symptome wie eine Landkarte verstehen und die Gesamtheit Ihrer
momentanen Symptome wie eine Beschreibung Ihrer psycho-sozialen
Erkrankungsgeschichte deuten und oft überraschende Heilungserfolge
bewirken.
Gerade bei chronischen
Beschwerden arbeiten wir (aufgrund der Abhängigkeit von Ihrer
persönlich individuellen Erkrankungsgeschichte) mit Unterstützung
von modernen psychotherapeutischen Verfahren. Dies vervielfacht nach
unserer Erfahrung Ihre potenziellen Heilungschancen, denn auf
verschiedenen "Ebenen" kann sehr engmaschig aufeinander
abgestimmt gearbeitet werden.
Was versteht
man in der klassischen Homöopathie unter Ebenen?
Die klassische
Homöopathie unterscheidet beim Menschen drei verschiedene Ebenen,
auf denen sich Symptome ausdrücken können:
a) die geistige Ebene
b) die emotionale Ebene
c) die körperliche Ebene
Diese Ebenen stehen
zwar miteinander in Wechselwirkung, sie werden aber aus Sicht der
klassischen Homöopathie -im Gegensatz zu anderen homöopathischen
Schulen!- zunächst als Hierarchie angesehen.
In der Literatur
werden häufig die Ebenen wie folgt untergliedert (angelehnt an
Brüggenolte, 2007):
| Geistige
Ebene |
Emotionale
Ebene |
Körperliche
Ebene |
| Zerstreutheit |
Unzufriedenheit |
Hautkrankheiten |
| Konzentrationsschwäche |
Angst |
Knochenkrankheiten |
| Vergesslichkeit |
Reizbarkeit |
Muskelerkrankungen |
| Lethargie
(geistesabwesend) |
Kummer |
Lungenkrankheiten |
| Stumpfsinn
(Trägheit und Benommenheit) |
Phobien
(Furcht)
|
Nierenkrankheiten |
| Sinnestäuschungen |
Qualvolle
Angst |
Leberkrankheiten |
| Paranoide
Vorstellungen / Zwänge |
Traurigkeit,
Schwermut |
Endokrine
Störungen |
Destruktives
Delirium
|
Apathie,
Unlust |
Herzerkrankungen |
| Vollständige
Geistesverwirrung |
Depression
mit suicidaler Neigung |
Gehirnleiden |
Warum sind
die klassisch-homöopathischen Erst-Gespräche so bedeutsam?
Die Homöopathie unterscheidet zwar die Ebenen. Jedoch anders
als in anderen Therapien muss der Therapeut in der klassischen Homöopathie
Ihre Beschwerden zu einem Mittel zuordnen können, das auf verschiedenen
Ebenen wirken wird, aber zum Zeitpunkt der Medikation nur eine
bestimmte Ebene bei Ihnen primär angesprochen werden darf.
Wenn es das nicht tut, kann das Symptombild nach der klassisch-homöopathischen
Lehre sich verschieben und wird auch für einen Experten schwerer
erkennbar, d.h. Ebenen "verlagern" sich (deshalb warnen
klassische Homöopathen auch vor Selbst-Medikation, Misch-Präparaten
oder Zusätzen in modernen Medikamenten!).
Der Sinn von Erst-Gesprächen
liegt daher darin, den Patienten und seine Symptomatik so genau wie
nur möglich kennenzulernen, um sie den unterschiedlichen Wirkungsbereichen
von Medikationen zuzuordnen. Dabei müssen die verschiedenen
Symptome im Krankheitsfall
a) nach ihrer
hierarchischen Position identifiziert und
b) nach ihrer Intensität beurteilt werden,
um dann ...
c) das eine passende Mittel für diese Ebene zu diesem
Zeitpunkt zu finden.